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Chop 99.C1 in der Pflege - eine vorsichtige Annäherung!

Es nehmen 23 Personen an diesem Netzwerktreffen teil.  Eines der Themen: CHOP 99.C1

Wie können komplexe Pflegeleistung innerhalb der DRG abgebildet werden? Die Präsentation zeigt verschiedene Aspekte auf und das sich die Erfassung vor allem auf 
bezieht folgende Punkte bezieht:

1. Erhebung von Leistungskosten mit dem Ziel der Homogenität (sog. Leistungsgerechtigkeit)
2. Fragen der Pflegequalität und Pflegeentwicklung werden durch die Erfassung weder erhoben noch gewünscht

Es liegt ein Datenmodell zugrunde, in dem sogenannte Pflegedindikatoren integriert wurden. Bei der Selektion dieser Pflegeindikatoren wurden Pflegeklassifikationen explizit ausgeschlossen. Der Sinn von Pflegeklassifikationen liegt darin Pflege sicht- und messbar zu machen.

Dieser erstmalige Einbezug von Pflegeleistungen in die DRG Berechnungen wird als Erfolg bezeichnet. Zugleich zeigen die Referate, dass es sich um eine erste rudimentäre Abbildung von Pflege reduziert auf 5 Handlungskategorien handelt.

Jetzt zu Jubelrufen anzusetzen erscheint zu früh, zu monetär und einseitig ist das jetzige Model aufgebaut. Um überhaupt in eine andere Codierklasse zu gelangen, wurde die Schwelle zur Erreichung der Pflegekomplexität so hoch gesetzt, dass diese gemäss Erfahrung der anwesenden Experten nicht entsprechend codiert werden kann.

Es stellen sich folgende Fragen:

  1. Wer profitiert von der neuen Form der Leistungserfassung?
  2. Wer steht neben SBK, SVPL, H+ hinter der Entwicklung und mit welcher Intention?
  3. Wie werden Aspekte der Sinnhaftigkeit, Qualität und Ergebnisse behandelt?
  4. Welchen Einfluss hat die Konzentration auf 5 Leistungsgruppen auf die zukünftige Pflegedokumentation? Gefahr der Reduktion der Dokumentation auf die 5 Bereiche und damit Reduktion der Pflege. 
  5. Wie werden individuelle Patientensituationen, genauere Pflegebedarfserhebungen und Pflegediagnosen (und damit die Leistungsindikation) berücksichtigt?
  6. Pflegeplanung und -dokumentation bildet einen Teil der Realität ab, zugleich steuern diese was getan oder unterlassen wird. Die Komplexität bei zunehmend älteren und multimorbiden Patienten verlangt das genaue Gegenteil von Reduktion in der Darstellung des Pflegebedarfs. Es ist zu hoffen, dass diese Entwicklung nicht stehen bleibt und die Realität des Pflegealltags erfasst.

Matthias Odenbreit Pflegewissenschaftler MNS 

Einladung vom 12.11.13

 

Allgemeines

 

Teilt mir bitte mit, wenn sich eure Adresse ändert oder ihr nicht mehr am Netzwerk interessiert seid. Gebt bitte an welche Software ihr für die elektrische Pflegedokumentation einsetzt. Diese Daten werde ich in der Mitgliederliste des Netzwerkes aktualisieren. Sinn ist es, den Austausch unter AnwenderInnen gleicher Systeme zu erleichtern.

 


1. Vortrag:

 Dieter Baumberger, LEP AG,      dieter.baumberger@lep.ch
 
  • Berichtet über die Entstehung und Zielsetzung bitte nehmt Einblick in die Präsentationsunterlagen. 

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2. Vortrag:

 Susanna Bürki, Cistec AG, Projektleitung,     susanna.buerki@cistec.com
  • Berichtet über die Entstehung und den aktuellen Stand des Projekts "strukturierter elektronischer Austrittsbericht Pflege" der Interessengruppe Pflegeinformatik IGPI/SBK

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3. Vortrag:

 Jürgen Georg, Lektor, Redakteur Huber Verlag,     juergen.georg@hanshuber.com
  • Berichtet über aktuelle Buchpublikationen rund um Pflegediagnosen und Klassifikationen = Fachsprachenpublizistik. In der Präsentationen findet ihr alle Bücher aufgeführt und eine gute Beschreibung ihres Einsatzgebietes. 

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4. Vortrag:

 Dr. Maria Müller Staub, Pflege PBS,     muellerstaub@me.com
  • Stellt den Vortrag von Sue Moorhead vor. "Impact of Measuring Patient Outcomes (NOC)",
    University of Iowa gehalten am Dreiländer Kongress Konstanz. Eine Zusammenfassung der Übersetzung findet ihr ebenfalls hier. Diese wurde durch folgende Vereine/Verbände ermöglicht: VFP, SBK, GesPW, DBfK und DGP.

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