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Einführung NANDA-I in eine elektronische Pflegedokumentation

  • Begrüssung

MO begrüsst alle Anwesenden zum 1. Netzwerktreffen im 2015. In einer kurzen Vorstellungsrunde machen sich die Teilnehmerinnen miteinander bekannt.

  • Bericht Kongresse/ MO

Die ACENDIO – Konferenz vom April 2015, welche in Bern statt fand war ein voller Erfolg. Es nahmen über 200 Teilnehmer aus 26 Nationen teil. Südamerika war mit einer grossen Gruppe aus Porto Allegre (Universität) und aus Sao Paulo (Universität) vertreten. Wichtige Vertreterinnen der aktuellen Pflegeklassifikationen NANDA-I, NIC, NOC und ICNP  waren ebenfalls anwesend.

Die ACENDIO Konferenz war sehr informativ und das  wissenschaftliche Niveau der Beiträge war hoch. Wer mehr Informationen wünscht folgt bitte diesem Link: http://www.acendio.net

Vormerken: Die nächste ACENDIO – Konferenz findet 2017.in Spanien satt. Der genaue Ort ist noch offen.

  •          Netzwerktreffen im September und November 2015

Die beiden nächsten Netzwerktreffen Pflegediagostik finden am 01.09.2015 und am 26.11.2015 statt. Präsentationen sind sehr willkommen. Bitte meldet euch bei M. Odenbreit. Ihr findet die Inhalte der Netzwerktreffen als pdf Datei zum herunterladen unter:  www.netzwerk-pflegediagnosen.ch


1. Vortrag:

Sina Feller (SF)     
 
  • Erfahrung und Einsatz von NANDA Pflegediagnosen im Pflegezentrum Dielsdorf

1.1         Geschichte

Das erste Mal hat sich das Pflegezentrum (PZ) Dielsdorf im Jahr 2007 mit der NANDA Pflegediagnostik beschäftigt Die Teilnahme an den internen Weiterbildungen waren für die Dipl. Pflegefachfrauen nicht obligatorisch, dementsprechend wurden dem Erfassen der NANDA Pflegediagnosen nicht die nötige Bedeutung zugemessen

1.2         Erhebung

Als SF 2012 im PZ Dielsdorf Ihre Arbeit aufnahm, führte sie eine Erhebung bezüglich Erfassung der NANDA Pflegediagnosen durch. Das Ergebnis zeigte Resultate zwischen 2.5 und 7auf einer Skala von 10. Aufgrund dieser Ergebnisse führte sie ein 1:1 Coaching durch und machte die Weiterbildungen für das Dipl. Personal obligatorisch. Eine zweite Messung Ende 2014  ergab dann einen guten Wert 9.

1.3         aktueller Stand
Pro Station gibt es eine „NANDA-Pflegediagnose-Verantwortliche“, welche die Pflegediagnosen überprüft, gleichzeitig werden von SF regelmässig  jeweils 3 verschiedene Bewohner  bezüglich Pflegediagnose überprüft. Dabei stellt sie fest, dass nicht immer die ganz korrekte Pflegediagnose erfasst wurde, z.B. Mutlosigkeit anstatt Angst. Durch einen Workshop, welche immer Sommer 2015 durchgeführt wird, erhoff sie sich diesbezüglich weitere Verbesserungen. Das Assistenzpersonal arbeitet weiterhin mit der Standard Pflegeplanung. Es wird mit der eDoku von Lobos gearbeitet und vieles wird noch händisch gemacht.
 

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2. Vortrag:

Sybille Sommer (SS)
 
  • Berichtet über die geplante Einführung der NANDA Pflegediagnose im Spital SChwyz
2.1         Geschichte

SS stellt das Spital Schwyz inkl. Leitbild vor. Im Jahre 2009 wurde im Spital Schwyz Überlegungen bezüglich Einführung der NANDA-I Pflegediagnose gemacht. 

2.2         Auftrag

2011 erhielt SS einen mündlichen Auftrag bezüglich Einführung der NANDA Pflegediagnosen. Später wurde ein schriftlicher Auftrag durch die Spitalkommission gut geheissen. Was nur unter der Bedingung gelang, dass die Einführung mit den bestehenden Ressourcen erfolgen muss.

2.3         Stolpersteine

Als dann das  Projekt 2013 nach 4 Jahren gestartet werden sollte, kam der nächste Stolperstein. Der Mitarbeiter der IT, welcher auch für die Implementierung in die bestehende eDoku (KISS)  verantwortlich war, fiel krankheitshalber immer wieder aus. Auch der neue Mitarbeiter der IT, welcher eingestellt stand für das Projekt nur zeitweise zur Verfügung.

2.4         Ausblick
Im Moment ist es nicht klar, wann und ob es weiter geht. Grundsätzlich ist es ein sehr schwierige Situation, da die Mitarbeiter bereits seit einiger Zeit auf die Einführung der NANDA-I Pflegediagnosen vorbereitet wurden und man sie jetzt immer wieder auf evtl. später „vertrösten“ muss, auch für die Lernenden ist die Situation nicht optimal, da sie in der Ausbildung mit NANDA-I Pflegediagnosen arbeiten sollten.
 
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3. Vortrag

This Dändliker (TD) 
 
  • Hintergrund, Problembeschreibung und das Vorgehen bei der Entwicklung der NANDA  Pflegediagnose „Entzugserscheinung“ im Bereich heroingestützten Behandlung, Schaffhausen
3.1         Hintergrund

Aufgrund seiner Tätigkeit hat TD festgestellt, dass es keine NANDA Pflegediagnose für Entzugs Syndrom gibt. Weder für Alkohol- noch Drogenentzug sind Entzugs Syndrom Diagnosen in der Literatur zu finden.

3.2         Auftrag

Dem Plenum wird der Auftrag erteilt zusammenzutragen was es benötigt, um eine Pflegediagnose zu erstellen. In Gruppen wurden kurz darüber über diskutiert, was die Problematik einer solchen Erstellung ist und welche Kriterien eingehalten werden müssen.

33         Resultat

Danach erläutert TH, mit Hilfe diverser Print Screen, wie er die Pflegediagnosen „Entzugserscheinungen und Gefahr für Entzugskomplikationen“ definiert hat. Entscheidend war das er mit pflegerischen und nicht mit medizinischen Begriffen gearbeitet hat.

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4. Vortrag

C. Holzer Pluss (CH) 
  • Thema: Clinical Pathways / Psychiatrische Universitätsklinik, Zürich

4.1         Hintergrund

Berichtet über die Einführung von Clinical Pathways und deren Qualität in verschiedenen Kliniken. Ziel ihrer Untersuchung war die Vorteil und den Nutzen aufzuzeigen, wenn Kliniken mit denselben Clinical Pathways arbeiten.

4.2        Resultat

Sie musste feststellen, dass ein Vergleich sehr schwierig ist. Zu viele Faktoren beeinflussen das Resultat, angefangen bei der Abgrenzung Berufsgruppen voneinander und deren unterschiedliche Sicht auf bestimmte Prozesse. Ein weiterer Punkt war die unterschiedliche Grösse der verglichenen Institutionen, je nach Ressourcen wurden die Prozesse auch anders organisiert.

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5. Vortrag

Ulrich van dem Berge (UV)
  • Umsetzungskonzept der Einführung NANDA Pflegediagnose in ein bestehendes KIS / Zentrum für Psychiatrie, Südbadenwürtenberg

5.1         Hintergrund

Berichtet über die schrittweise Einführung der NANDA-I Pflegediagnosen. Dieser Prozess benötigt pro Abteilung für die Einführung ca. 52 Wochen. Der Grund dafür ist, dass jede Abteilung einen anderen Fokus bezüglich Fachgebiet hat und die NANDA – Diagnosen individuell pro Abteilung ins KIS (NEXUS) implementiert werden. Pro Abteilung wurden zusätzlich sogenannte Fokusdiagnosen definiert.
 
6.1         Hintergrund

Durch die Auswertungen der Assessments, der Fokusdiagnosen und der „normalen“ Pflegediagnosen, hat das Management ein sehr gutes Qualitätsinstrument. Entsprechend wird das Projekt von der Klinikleitung unterstützt.


6. Allgemeine Infos

6.1         Dr. C. Heering (CH) / Felixplatter Spital , Basel
  • CHOP, fehlende Definition der Begrifflichkeiten „Aktiviereden-therapeutische Pflege 

Gemäss CH werden im K14 /K21 – CHOP das Thema aktivierende-therapeutische Pflege aufgeführt.

Was aber heisst das genau, resp. welche Berufsgruppe muss diese Tätigkeit ausführen etc.? Für die Codiererinnen ist dies sehr schwer zu beurteilen. Es zeigt sich das eine klare Definition des Begriffes "aktivierend-therapeutische Pflege" nicht vorhanden ist. 

Durch das Arbeit in verschieden Arbeitsgruppe wird nun CH diese Problematik möglichst weit „zu streuen“. Er  erhofft sich dadurch auch politische Unterstützung. Es führt zu Verwirrung,  wenn im CHOP Begriffe verwendet werden, welche nicht klar definiert sind.

6.2         Dr. Alexandra Bernhart - Just

A.B informiert über die Gründung "der Akademischen Fachgesellschaft der Akutpflege" des VFP, welche am 22.04.2015 stattfand. Interessenten sind herzlich eingeladen sich mit Alexandra Bernhart-Just in Verbindung zu setzen. Die neue Fachgesellschaft beschäftigt sich mit Grundlagen der evidenzbasierten Pflege durch den Einsatz von validen Assessmentinstrumenten, Pflegediagnosen, Interventionen und Ergebnissen vor allem NANDA-I, NOC und NIC.

6.3         Dr. C. Heering (CH)

CH macht auf das neuen NANDA Pflegediagnosen- Buch 2015/2017 aufmerksam.

Es wird sehr viele Änderungen enthalten, welche auch für Schulen und Software-Anbieter eine Herausforderung darstellt. Zurzeit wird die englische Fassung von einer Deutschen, Österreichischen und Schweizer Experten-Gruppe geprüft. Das Ergebnis sollte bis Herbst 2015 vorliegen. Entsprechend wir am Netzwerktreffen wieder informiert.
 
6.4         Matthias Odenbreit (MO)

MO bedankt sich bei allen Teilnehmern für das rege Interesse. Ein spezieller Dank geht an die Teilnehmer, welche mit Ihren aktiven Beitrag zu diesen interessanten Netzwertreffen beigetragen haben.