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Pflegeassessments - alles eine Frage der Perspektive?

 

 


Am 18.11.14 haben sich 28 Personen im Careum in Aarau zum Austausch und Diskussion eingefunden. 

Pflege möchte als eigenständige professionelle Disziplin im Gesundheitsbereich wahrgenommen werden. Sie muss dann aber auch den Anspruch erfüllen, der an eine wissenschaftliche Disziplin gestellt wird. Dazu gehören  Objektivität, Validität und Reliabilität der benutzen Instrumente, wie die des Assessment . Das heutige Netzwerktreffen diskutiert diese Fragen und versucht zu klären inwieweit die gängigen Assessmentinstrumente diesen Ansprüchen gerecht werden.

Die Einstiegsdiskussion geht von zwei Thesen aus

These 1:

Wir haben dieses Assessment aus der Praxis entwickelt, unser Ansatz kommt ohne ein theoretisches Konzept aus. Es ist gültig, weil es die Praxis abbildet. Es ist schnell in der Anwendung und benötigt von der Anwenderin kaum Schulung. Es ist pragmatisch und zeigt uns auf was wir zu tun haben. 

These 2: 

Das Assessment basiert auf einer theoretischen Konzeption. Die zugrunde liegenden Konzeptionen sind bekannt und überprüfbar. Diese Konzeption basieren auf einem definierten Menschenbild. Das Assessment repräsentiert das aktuelle Wissen im Bereich der Pflege über Pflegebedürftigkeit und Pflegebedarf. Das Assessment führt zu definierten Pflegediagnosen. Die Anwenderin muss geschult werden im Bereich der Gesprächsführung und der Pflegediagnostik.


1. Vortrag:

Matthias Odenbreit     
 
  • Stellt Basis Begrifflichkeiten zum das Thema Pflegeassessment vor, welche Kriterien ein Assessment zu erfüllen hat und warum Validität, Reliabilität und Objektivität bei einem Assessment wesentlich sind.  Er stellt die Frage, ob es aus Sicht einer professionellen Disziplin genügend ist, Assessmentinstrumente einzusetzen, welche empirisch ohne Angaben zur Validität, Reliabilität und Objektivität entwickelt wurden. Zumal diese im Moment von einem Grossteil der Pflege reflektionslos als State of the Art übernommen werden. 

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2. Vortrag:

Matthias Odenbreit     
 
  • Stellt das Assessment der Pflegedokumentation WiCare|Doc vor, welches auf Grundlage der NNN Taxonomie entwickelt wurde. Berichtet über die Zuordnungen der Domänen, Klassen und der Pflegediagnosen nach NNN Struktur. Zeigt anhand einer Live Demo im Programm WiCareDoc, wie sich hypothetische Pflegediagnosen aus dem Assessment der Pflegefachfrau ableiten und wie diese mit den NIC Interventionen elektronisch verknüpft sind und im Massnahmenplan zur weiteren Bearbeitung erscheinen. 

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3. Vortrag:

Alexandra Bernhart-Just
 
  • Berichtet über die  Konzeption zur Entwicklung eines professionellen elektronischen Pflegeassessment im Bethesda Spital.    

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4. Vortrag:

Urs Kessler
 
  • Berichtet über die Entwicklung und Umsetzung des LEP®Pflegeprozess (ePA-LTC/NANDA-I/AIR Ziele/LEP Interventionen) bis zum Leistungsnachweis nach KVG und Pflegegesetz 2010 des Kanton Zürichs in der Amalie Widmer Stiftung. 

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5. Vortrag:

Dirk Hunstein    
 
  • Stellt anhand einer Power Point Präsentation die verschiedenen ePA Assessment vor. Es werden einzelnen Bereiche der Assessment erklärt und Elemente beschrieben, welche im ePA-LTC ergänzt wurden. In der anschliessenden Diskussion werden unterschiedliche Ansätze bezüglich Validität, Reliabilität und Objektivität bei der Assessmententwicklung sichtbar. 

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6. Vortrag:

Susanna Bürki Sabbioni    
 
  • Stellt die wesentlichen Entwicklungen bezüglich strukturiertem Austrittsbericht Pflege seit dem November 2013 vor. Bittet die TN um Rückmeldung bezüglich Erfahrungen bei der Entwicklung und Umsetzung vorhandener Austrittsberichte. 

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